Salon 217

Musik und Intelligenz

Petr Matejak und Daniel Seroussi – Konzert

Das schöne Salonjahr 2017 ist mit dem wunderbaren Konzert von Petr und Daniel zu Ende gegangen – einfach fantastisch! Ich denke oft, welches Privileg es ist, all die tollen Vorträge, Diskussionen und solche großartigen Konzerte in der ersten Wohnzimmerreihe zu erleben. Bei Konzerten auf so hohem Niveau wie Petr und Daniel uns das geschenkt haben, frage ich mich ganz unabhängig vom musikalischen Erleben wirklich immer, wie ein normales Gehirn das inclusive der motorischen Steuerung hinkriegen kann. Aber vielleicht sind Musikergehirne ja wirklich nicht ganz normal. Sie müssen irgendwie größer sein als meins jedenfalls, mehr Synapsen…

Das Mindesthaltbarkeitsdatum des Gehirns verlängert sich vielleicht, wenn man Musik macht – das hoffe ich in meinem Fall. Bei Kindern jedenfalls steigt der IQ nachgewiesenermaßen, wenn sie aktiv Musik machen. Nicht nur wegen der Überkreuzbewegungen … Trotzdem ist es vermutlich keine gute Idee, mit seinem Kind zu singen, damit es intelligenter wird… diese Art von elterlicher Zielstrebigkeit würde wohl eher eine Psychomacke als die Intelligenz fördern, zumal die Neigung zum Funktions-Zombie möglicherweise ohnehin schon genetisch angelegt ist. Immerhin wäre die Beweisführung in Sachen Musik und Intelligenz förderlich für den Stellenwert von Musik im Schulsystem und auch für die Beschäftigungsquote von Musikern. Auch wäre es naheliegend, die nächste Robotergeneration , vor allem die Pflege- Robbies, ordentlich mit Bach, Brahms und Jacob Collier zu füttern, damit sie noch besser werden…? Ob das wohl auch ihre soziale Intelligenz steigern könnte? Und ob das günstig für uns wäre? Rico wird’s wissen! Denn er doktert an dem Thema KI aktiv herum, und zwar wissenschaftlich.