haben David und Wolfgang aufgezogen: Ein großer Spannungsbogen in der Kombination von Lyrik , zeitgenössischen Kompositionen und Eigenschöpfungen von David Eggert auf dem Cello. Ein genialer Improvisateur, ein wundervoller Sprecher, kraftvolle Gedichte. Wie anders Lyrik sich doch anfühlt, wenn man sie anhört statt liest. Die Sprache, die Musik darin, der Rhythmus…doch wie selten tun wir das! Paare lesen einander im Bett bestenfalls noch Geschichten vor – aber Gedichte? Und Schullehrer trauen sich das Vortragen schon lange nicht mehr… Kahlil Gibran, der uns Eltern mit dem Bogen vergleicht, von dem aus die Kinder als lebende Pfeile abgeschickt werden, hätte sicher auch Worte für dieses tolle Duo gefunden, so wie er über Paare schrieb, sie sollten gleich Zypressen nicht eins im Schatten des andern stehen, sondern einander Raum geben. Wolfgang und David haben das erfüllt. Kein Versuch, die Lyrik nachzudeuten, kein plattes Übertragen, keine "Programm-Musik", sondern pure gegenseitige Inspiration in Eigenständigkeit.
In der Psycho-Sprache nennt man so ein gelungen Miteinander in Eigenständigkeit "Bezogene Individuation". Wenn das nicht klappt zwischen Paaren, und der Bogen beim Kinder-Abschießen kracht, dann kann es schon einmal vorkommen, dass man später in die Psychiatrie muss. Und damit wir, wissen was uns blüht, falls und das mal blüht, kommt Leif. Und erklärt uns, wie es in der "Klapse" heute zugeht.